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Coolnesstraining®

 

Begründer des Anfang der Neunziger Jahre entstandenen Coolnesstrainings (CT®) ist der Oberhausener Sozialpädagoge und Mitbegründer des Deutschen Instituts für Konfrontative Pädagogik (IKD) Reiner Gall, der sich in einer der ersten Ausbildungsgruppen Weidners am ISS (Institut für Sozialarbeit & Sozialpädagogik) in Frankfurt zum Anti-Aggressivitätstrainer (AAT®) befand. Von der Methode überzeugt, aber mit der Erkenntnis, „er habe in seinem Berufsfeld – Gewaltprävention im Oberhausener Jugendamt – keine solchen ‚großkalibrigen‘ Gewalttäter“ (Gall 2005), modifizierte er das AAT® auf den Bereich Jugendhilfe und Schule. Um eine gewisse Attraktivität für dieses – auf freiwilliger Basis – ausgerichtete Trainingsprogramm zu erzielen, suchte er einen neuen, positiv besetzteren Begriff als „Anti-Aggressivitäts-Training in der Schule“. Der Begriff „cool“ wurde bei den Schülern mit positiven Assoziationen bewertet und lieferte einen ersten Einstieg in das Thema. Deswegen entschied er sich für den Begriff „Coolnesstraining“.
 

Worum geht es?


Das CT® ist eine Anleitung zum Umgang mit schwierigen Situationen. Kinder und Jugendliche entwickeln eine Kultur des Hinschauens und trainieren die friedfertige Einmischung.

Es geht um…

  • die Verfestigung eines zivilisatorischen Standards der Friedfertigkeit,
  • die Stärkung der Kompetenz der Peergroup für schwierige Situationen,
  • die Stärkung der Opfer und
  • die Sensibilisierung der Täter.
     

Die Besonderheit liegt im Handlungsviereck der jeweiligen Institution. Das CT® richtet sich an die scheinbar unbeteiligten Schülerinnen und Schüler (Zuschauer), die Opfer, die Täter und die Institution (päd. Fachkräfte / Lehrkräfte etc.). Alle sind in besonderer Weise vernetzt und an der Entstehung von Gewalt beteiligt.

 

Inhalte:

  • bewusstes Wahrnehmen und Deuten aggressiver, negativer Gefühle mit körperlichen Empfindungen
  • Verringerung der Gewaltakzeptanz
  • Aushalten von Provokationen in real belastenden Situationen
  • Reduzierung der Feindseligkeitswahrnehmung
  • Affektkontrolle
  • sinnvolles, kontrolliertes Verhalten in Konflikt- und Stresssituationen
  • Deeskalations. unten
  • erkennen eigener Stärken und Schwächen
  • Wecken gegenseitigen Interesses und Akzeptanz
  • Entspannungsverfahren, Ruhe- und Stilleerfahrungen zur Emotionsregulation
     

Umfang:


Stundenanzahl im CT®
(gebunden an die Qualitätsstandards des Deutschen Institutes für Konfrontative Pädagogik):

mind. 40 Stunden über mind. 3 Monate (1-2 x wöchentlich 60 – 90 min)

Durch die Stundenanzahl und den Zeitraum ist ein intensives Arbeiten an den Inhalten möglich.

Gruppengröße: je nach Klasse bzw. Situation variabel (mind. 8, da sonst keine Gruppendynamik entstehen kann)

Leitung: 1 zertifizierter AAT/CT® Trainer + 1 Co-Trainer (= Experte für die Gruppe, i.d.R. der Klassenlehrer / die Klassenlehrerin)

Ein Elterninformationsabend, sowie eine vorherige 1 ½ stündige Information des Kollegiums, eine vorherige Hospitation in der Klasse, Vor- und Nachbereitungsgespräche mit der Klassenleitung, sowie die Deeskalationseinheit mit Carsten Metz sind feste Standards.

Sowohl im Sozialkompetenz- als auch im Coolnesstraining® findet eine Einheit / ein Vormittag zum Thema „Deeskalation“ statt. Hier geht es um die kreative Reaktion auf „Anmache“, das eigene Konfliktverhalten und wie Eskalationen vermieden werden können. Diese Einheit gestaltet Carsten Metz, ein sehr guter Kollege und Freund von mir, der Kampfsportlehrer (Karate) und ebenfalls ausgebildeter AAT/CT® Trainer ist. Gerade die körperlichen Anteile dieser Einheit sind für die Kinder und Jugendlichen bekannte Ausdrucksformen. Für viele ist gerade Körperlichkeit ein Ausdruck von Stärke, Unangreifbarkeit und Coolness. In der Deeskalationseinheit bietet sich die große Chance, der  Körperlichkeit eine neue positive Bedeutung, im Sinne von Souveränität und Gelassenheit, zu geben.
 

Sozialkompetenztraining / Schulsozialtraining:


Das Sozialkompetenz- bzw. Schulsozialtraining ist in seinen Grundstrukturen und methodisch am Coolnesstraining® orientiert. Es ist thematisch nicht ganz so breit angelegt und widmet sich intensiv einem individuellen Schwerpunkt der Gruppe bzw. Klasse. Dieser wird im Vorfeld des Trainings individuell mit der Klassen- bzw. Gruppenleitung abgesprochen und in einer Hospitation in der Klasse / Gruppe noch mal differenziert.
 

Inhalte:

  • Stärkung der Gruppenkompetenz
  • Empathie
  • Erkennen eigener Stärken und Schwächen
  • Kommunikation
  • Körpersprache
  • Umgang mit neuen Medien (insbesondere Soziale Netzwerke) – bei Bedarf auch Cybermobbing
  • Methoden und Strategien der Konfliktlösung
  • Deeskalation

 

Umfang:

Stundenanzahl: variabel – richtet sich nach Bedarf und zeitlichen Möglichkeiten der Gruppe bzw. Klasse

Gruppengröße: je nach Klasse / Gruppe bzw. Situation variabel (mind. 8, da sonst keine Gruppendynamik entstehen kann)

Leitung: 1 zertifizierter AAT/CT® Trainer + 1 Co-Trainer (= Experte für die Gruppe, i.d.R. der Klassenlehrer / die Klassenlehrerin)

Eine vorherige Hospitation in der Klasse / Gruppe, Vor- bzw. Nachbereitungsgespräche mit der Klassen- bzw. Gruppenleitung, sowie die Deeskalationseinheit (s. Coolnesstraining®) sind fester Bestandteil des Trainings.

 

Sie haben Interesse an einem Coolnesstraining® oder einem Sozialkompetenztraining? Nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf!

 

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