Der Weg aus der Mitte in die Mitte

Die sogenannte Lebensmitte steht uns als große Lebenschance zur Verfügung. Wir können altes Denken endlich loslassen, unsere Reife nutzen, und wahrhaft unsere Lebenserfüllung anstreben.

Das Leben ist ein Geschenk, wenn wir es wirklich auspacken und zur Entfaltung bringen. Die einzige Verantwortung die wir tragen ist, unseren Lebenssinn anzustreben und zu erfüllen.
Die Lebensmitte ist wie eine Art Ausfahrt, die sich uns aus dem ständigen Kreisverkehr zeigt, alte Verhaltensmuster und Gedanken unserer Kindheit und Jugend ganz hinter uns zu lassen.

In der Lebensmitte rütteln uns unsere Umwelt, unser Körper und alte Glaubenssätze noch mal richtig auf. 

Die Liebe zeigt sich oder der Schmerz haut uns eventuell heftig vor den Bug, damit wir endlich SELBST - ERKENNTNIS erfahren und die totale Verantwortung übernehmen, um JA zum Selbst zu sagen.

 

 

Meine persönliche Reise zum Selbst

Ein beeindruckendes Torii am Mejii Schrein

Meine eigene Reise startete, wie schon so oft, mit dem Verlassen der Komfortzone. Zunächst fast unbemerkt, dann aber mit immer zunehmender Klarheit wurde mein Weg (Do) immer gradliniger. Meine Japanreise (2009) war die wahre Initialzündung für einen Prozess der bis heute anhalten sollte. Viele, wenn auch zugegebener Maßen noch recht oberflächliche Eindrücke der japanischen Kultur, wiesen den Weg in eine spannende Zukunft.
Besonders dieses Torii auf dem obigen Bild ist ein schönes Zeichen für die gelebte Demut einer ganzen Kultur. Dieses Gefühl der Dankbarkeit und des Gleichmuts sollten für mich immer klarer in den Mittelpunkt des eigenen Wertesystems rücken.
Ich selbst bin übringens der "kleine Blaue" in der Mitte des Toriis. 

Ryoanji - der Nebel verfliegt

Ryoanji beherbergt den wohl berühmtesten Zen Garten Japans. Ein bekanntes Postkartenmotiv, dessen Bedeutung oft im Verborgenen bleibt. Im wesentlichen sind es die 15 Felsen inmitten der geharkten Fläche. Aus keinem Blickwinkel kann man alle Felsen gleichzeitig sehen. Wenn man sich an dieser Stelle ein wenig zurück nimmt, kann man die enthaltene Metapher auf unser Leben schnell erkennen. Ist es in unserem

Leben nicht auch so, dass unsere Betrachtungsweise meisst nicht den Blick auf alle Aspekte einer Sache zulassen? Hängt unsere Interpretation nicht immer von unserem Blickwinkel ab? Und was ist dann Realität? Gibt es das überhaupt?

Ich hatte schon immer eine Affinität zu dieser Frage. Aber jetzt kommt der "Felsen" erst richtig ins Rollen.

Der Drache kommt zur Ruhe

"Ryoanji" bedeutet soviel wie "Tempel des zur Ruhe gekommenen Drachen". Und obwohl die umliegenden Zen Gärten ein wahrer Publikumsmagnet sind, liegt über dem gesamten Gelände eine wundervolle Aura der Ruhe. Als Drache hätte ich mich auch hier schlafen gelegt. Das Flair der Parks wirkt sich sofort positiv auf die Besucher aus. Eine sakrale Stille unterstreicht die Abgewandheit von Hektik und Lärm des Alltags. Die Gärten machen ein unaufdringliches aber trotzdem unablehnbares  Gegenangebot. In meiner Zeit als praktizierender Kampfkünstler habe ich mich selbstverständlich auch schon manche Stunde mit Kontemplation und Natur beschäftigt. Aber hier in Japan war es als, wenn ein Knoten platzt. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass alles was ich gedacht, gelesen, geübt hatte wahr ist. Es war ja schon lange in mir, aber jetzt wollte es gelebt werden. 
Da hatte ich was angerichtet... Aber aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass ich unendlich dankbar bin für diese Erfahrung. Die folgenden Jahre waren geprägt, von einer  Wegerfahrung, die heute darin gipfelt, dass ich die Kamfkunst (Karate Do) mit all ihren Facetten zu meinem Lebensinhalt gemacht habe. 

Meditation

Gerade in unserer hektischen Zeit kann es sinnvoll sein, sich selbst wieder aufmerksam zuzuhören. Dazu bedarf es der Präsenz im jetzigen Moment und einer inneren Ruhe, die jeder Mensch (wieder) lernen kann.
Die Ablenkungen des Alltages sind vielfältig und dann wundern wir uns, warum wir Abends im Bett liegen und den Kopf nicht dazu bringen können zu schweigen. Ähnlich wie im oben genannten Kreisverkehr drehen sich unsere Gedanken und oft geht es dabei um die Vergangenheit (die wir nicht mehr ändern können) oder die Zukunft (die sich unserem Einfluss entzieht). 
Dabei wünschen wir uns nichts sehnlicher als endlich RUHE.
Es kann helfen wieder Verbindung mit sich selbst aufzunehmen, um sich den momentanen, lebendigen Augenblick zu vergegenwärtigen:
Im JETZT! gibt es keine Probleme. Wenn der Mensch ganz bei sich ist lebt er in Frieden. 

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